RE: Gier, Kerstin: Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten
Zusammenfassung:
Gwendolyn Sheperd ist die gewöhnt, dass sich in ihrer Familie immer alles um ihre Cousine Charlotte dreht. Schließlich ist sie, die jenige, die das Zeitreise-Gen geerbt hat. Nun ist sie fast 17 Jahre alt und irgendwann soll sich bei Charlotte ein Schwindelgefühl einstellen, dann wird sie auf ihre Zeitreise gehen. Sie hat eine eigene Ausbildung bekommen, Sprachen gelernt, Fechten, Tanzen und Geschichte. Gwendolyn mag sie nicht besonders, irgendwie kommen die beiden nicht recht klar miteinander.
Doch nicht Charlotte tritt ihre erste Zeitreise an, sondern Gwendolyn. Erst als das dritte Mal passiert und sie sich in der Vergangenheit wieder findet, vertraut sie sich ihrer Mutter an. Ihre Mutter gesteht ihr, dass sie bei ihrem Geburtsdatum geschummelt hat, da sie nicht wollte, dass ihre Tochter das Gen erbt. Gwendolyn ist Rubin, die letzte der zwölf Zeitreisenden. Erst jetzt erfährt sie etwas über die Wächter, die geheime Loge von Fortschern, die an der Entschlüsselung des Mysteriums arbeiten.
Gwendolyn wird davon regelrecht überrumpelt und weiß nicht, was sie wirklich davon halten soll. Sie bekommt auch nicht wirklich richtige Erklärungen, denn alle sind überrascht von der Entwicklung. Sie weiß nicht mehr, wem sie wirklich vertrauen kann und was wirklich mit ihr geschieht… Auch Gideon ein weitere Gen-Träger, der zwar gut aussieht, aber fürchterlich arrogant ist, ist ihr keine große Hilfe.
Mein Fazit:
„Robinrot“ ist der erste Teil der Triologie „Liebe geht durch alle Zeiten“ von Kestin Gier. Ich war total überrascht, als ich dieses Buch zu lesen begann, da ich schon einige Romane der Autorin kenne. Aber dieser Band hat nichts mit ihren lustig ironischen Frauenbücher zu tun, es ist eine ganz andere Geschichte.
Dieser Zeitreiseroman ist etwas anderes, es fehlt natürlich der gewohnte Wortwitz von Kerstin nicht, der Schreibstil ist locker, flüssig und leicht zu lesen. Durch viele Andeutungen, aber mit wenig Erklärung, baut sie die Spannung auf. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben.
Die Charaktere der Protagonisten wurden unterschiedlich ausgearbeitet. Manchmal war die Autorin recht sparsam, aber es halt erst der erste Band. Ein wenig fehlten mir schon die Erklärungen. Es ist sehr viel offen geblieben. Die Geschichte ist unterhaltsam. Die Hintergrundgeschichte also die Beschreibung Londons wirkt für mich etwas aufgesetzt, da die Autorin die Unterhaltung der Schüler eher einer deutschen Schule angepasst hat.
Zeitreisegeschichten sind allerdings eine Sache für sich, besonders wenn sich die Darsteller so viel hin und her bewegen. Die Autorin versucht zwar dies zu erklären, aber teilweise gelingt ihr das nicht wirklich. Irgendwie fragt man sich, warum nicht A in die Zukunft reist, wenn er doch auch eine Möglichkeit dazu hatte oder warum nicht einer alle aufsucht und sie sich gegenseitig helfen. Aber vielleicht sollte man bei dieser Art Fantasyroman nicht zu viel über die Technik nachdenken…
Außerdem hat mir ein richtiger Höhepunkt gefehlt, wo wenigstens irgend eines der vielen Geheimnisse aufgeklärt wird. Aber wahrscheinlich hat sich die Autorin das alles für den zweiten und dritten Band aufgehoben.
Das Cover des Buches ist in rosa gehalten. Der Aufdruck in schwarz erinnert mich an einen Scherenschnitt und stammt von der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov. Auch das beiliegende Lesezeichen ist im selben Stil gestaltet. Das Buch hat zwar 343 Seiten ist aber in relativ großer Schrift geschrieben und so schnell zu lesen. Am Ende findet der Leser ein Verzeichnis der wichtigen Personen. Die Seitenzahlen sind rot gedruckt. Zu jedem Kapitelbeginn gibt es ein interessantes Vorwort.
Veröffentlicht am 03.03.2010
Liebe Grüße
Ulli
Jänner 2010 - 13 Bücher - 7.196 Seiten - 26 Rezis
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.03.2010 15:03 von Luckygirl461.)
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